Somatic Experiencing ®
ist ein körperorientiertes Verfahren, zu Behandlung von Trauma- und Stressbedingten Störungen.
Der Ansatz von Somatic Experiencing ®
Anders als herkömmliche Therapieformen arbeitet SE® mit den Wurzeln der Traumatisierung im Nervensystem. SE® ist eine psycho-physiologische Behandlungsmethode. Sie eignet sich dazu, mit den Folgen von Schock und Trauma zu arbeiten. Hierbei steht nicht das Ereignis oder die Ereigniskette selbst im Vordergrund, sondern die Reaktionsweise des Nervensystems, d.h. der physiologischen Regulationskräfte, die durch Bedrohung überfordert waren. Mit SE® ist es in kleinen Schritten möglich, die im Nervensystem eingefrorene `Ladung‘ aufzulösen und die Selbstregulationskräfte wieder in Aktion zu bringen.
Wann kann Somatic Experiencing ® helfen?
Bindung- Schock- und Entwicklungstrauma
Stress und - Burnout Prävention
Menschen in Übergansphasen
Schwierigkeiten mit Grenzen und Selbstwahrnehmung
Erstarrung und Rückzug
Ablauf einer typischen Sitzung
Zu Beginn nehmen wir uns Zeit, gemeinsam wahrzunehmen, was dich aktuell beschäftigt und was im Moment präsent ist. Dabei steht auch das gegenseitige Kennenlernen und der Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung im Mittelpunkt.
Im nächsten Schritt richten wir den Blick auf deine vorhandenen Ressourcen. Wir identifizieren und stärken das, was dir Sicherheit, Stabilität und Orientierung vermittelt. Die Regulation des Nervensystems, der Aufbau von Vertrauen und die Förderung innerer Stabilität bilden die Grundlage unserer gemeinsamen Arbeit.
Je nach individuellem Prozess und persönlicher Situation können wir im weiteren Verlauf Körperempfindungen achtsam erkunden – sowohl angenehme als auch unangenehme. Dabei orientieren wir uns an dem, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt und wahrnehmen lässt.
Du bestimmst jederzeit selbst, wie weit du gehen möchtest und welches Tempo für dich stimmig ist. Wir arbeiten behutsam, ressourcenorientiert und innerhalb deiner individuellen Belastungsgrenzen.
Durch das gezielte Pendeln zwischen aktivierenden Empfindungen und stabilisierenden Ressourcen (Titration und Pendulation) unterstützen wir die Selbstregulation des Nervensystems und ermöglichen eine schrittweise Verarbeitung des Erlebten.
Zum Abschluss integrieren wir die Erfahrungen der Sitzung und schaffen Raum für Stabilisierung und Orientierung, damit du die Sitzung möglichst gut reguliert und mit einem Gefühl von Sicherheit beenden kannst.
Was gefühlt werden darf, kann sich wandeln.
- Arnold R. Beisser